Was tun, wenn man sich im Krankenhaus langweilt? In Glasgow werden Videospiel-Profis engagiert.
Kategorie
🗞
NewsTranskript
00:00So fühlt sich Geschwindigkeit an.
00:03Autorennen sind Bens Tageshöhepunkt hier im Krankenhaus.
00:08Es macht einfach Spaß zu spielen.
00:11Wenn ich in einem Spiel eine hohe Punktzahl hole,
00:14habe ich das Gefühl, was erreicht zu haben.
00:17Steven Meyer ist Profi-Videogamer.
00:20Er kommt jeden Tag ins Krankenhaus, um mit den Patienten zu spielen.
00:24Und er weiß, dass der 11-jährige Ben besonders gerne Autospiele spielt.
00:28Wenn ich sehe, wie ihre Augen leuchten, wie sie lächeln.
00:32Ich bin ja keine Krankenschwester, kein Arzt.
00:35Ich komme nur, um Spaß zu haben.
00:38Ben wurde am Magen operiert und liegt schon mehrere Wochen
00:42im Kinderkrankenhaus von Glasgow.
00:45Die Besuche von Steven machen einen großen Unterschied aus,
00:49sagt sein Vater.
00:52Wenn er spielt, zittern seine Füße.
00:54Wenn er spielt, zittern seine Finger und Zehen.
00:57Dann wissen wir, dass er glücklich ist.
01:00Er genießt es.
01:03Medizinische Studien zeigen, dass Videospiele Kindern helfen können,
01:07ihre Angst vor Operationen zu überwinden.
01:10Das Krankenhaus plant, das Programm mit den Profi-Videospielern auszubauen.
01:14Schottische Gamer helfen dabei, die Mittel aufzubringen.
01:18Andrew Faulkner betreibt ein Retro-Gaming-Café.
01:21Er hat schon über 1000 Pfund Spenden gesammelt.
01:25Videospiele sprechen viele verschiedene Emotionen an.
01:29Freude, Frustration, Aufregung.
01:32Am Ende ist das Spielen von Videospielen eine Befreiung.
01:36Für Kinder, die für längere Zeit im Krankenhaus festsitzen,
01:40ist es eine fantastische Möglichkeit, durch diese Zeit zu kommen.
01:45Für Ben ist es heute sein letztes Spiel mit Steven.
01:49Er wird bald entlassen.
01:51Es ist einfach ein schöner Moment,
01:54dieses letzte Videospiel zusammenzuspielen.
01:57Und zu wissen, dass die Kinder nach Hause gehen
02:00und da die Leidenschaft fortsetzen.
02:03Zu Hause werden Bens Eltern darauf achten,
02:06dass Ben nicht zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt.