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Ein nach mehr als 40 Jahren in der Todeszelle freigesprochener Japaner erhält für sein Leid eine Millionenentschädigung. Ein Gericht in Shizuoka entschied, dass Iwao Hakamada für jeden in Haft verbrachten Tag umgerechnet rund 77 Euro zustehen, wie ein Gerichtssprecher sagte.

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Transkript
00:00Mehr als 40 Jahre lang saß der Japaner Iwao Hakamada in der Todeszelle eines Gefängnisses.
00:07Er war unschuldig wegen Mordes verurteilt worden, 2014 wurde er freigesprochen.
00:13Erst jetzt hat ihm ein Gericht eine Millionensumme für sein Leid zugesprochen.
00:18Für jeden Tag, den der 89-Jährige in Haft war, erhält er umgerechnet 77 Euro.
00:24Insgesamt bekommt er damit eine Entschädigung in Höhe von 1,33 Millionen Euro.
00:30Hakamada war 1968 wegen des Vorwurfs zum Tode verurteilt worden, zwei Jahre zuvor seinen
00:36Chef und dessen Familie ermordet zu haben.
00:39Der frühere Boxer hatte nach wochenlangen Polizeiverhören ein Geständnis abgelegt,
00:44dieses später aber widerrufen.
00:46Seine Schwester kämpft unermüdlich dafür, dass Hakamada einen erneuten Prozess bekommt.
00:52Ein Richter kam zu dem Schluss, dass die Polizei Beweismittel gefälscht hatte und
00:56Hakamada sein Geständnis mit Hilfe von unmenschlichem Verhör abgepresst wurde.
01:01Die jahrzehntelange Haft in der Todeszelle und die ständige Unsicherheit wegen der jederzeit
01:06drohenden Hinrichtung haben nach Angaben seiner Anwälte tiefe Spuren in Hakamadas Psyche
01:12hinterlassen, dieser Lebe in einer Fantasiewelt.

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