Gegen Dresden wäre für RWE sogar ein Dreier möglich gewesen. Nach intensiven 90 Minuten wollte Coach Uwe Koschinat aber nicht von zwei verlorenen Punkten sprechen.
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SportTranskript
00:00Ja, Uwe Kostinat ist bei mir. Uwe, ein 1-1 gegen den Tabellenführer ist sicherlich nichts, wofür man sich schämen muss.
00:05Trotzdem ist das ja ein Spiel, das Sie durchaus gewinnen können. Wie beurteilen Sie es?
00:08Ja, aber auch verlieren. Also ich glaube, es gibt so gewisse Statistiken, die sprechen dann schon auch eine andere Sprache als Überlegenheit von uns.
00:17So wie viele Standardsituationen vor allen Dingen Ecken Dresden in unserem Torbereich hat und die haben wir alle hervorragend verteidigt.
00:22Aber das birgt natürlich immer eine Gefahr, deutet ja auch auf eine gewisse Überlegenheit des Gegners hin.
00:27Da müssen wir schon die Kirche im Dorf lassen. Ich glaube, wir haben heute wieder in Bezug auf die Einstellung, in Bezug auf die Umsetzung vieler taktischer Dinge hervorragend gespielt.
00:35Wir haben sehr männlich agiert, sehr geradlinig. Wir hatten zweimal die Riesenchance, auf 2-0 davonzuziehen und in der ersten Halbzeit 1-0 in Führung zu gehen.
00:42Aber es gab auch sehr, sehr viele schwierige Momente. Deswegen leistungsgerecht und absolut okay.
00:46Trotzdem der Knackpunkt, so ein bisschen diese große Chance von Arsenal, der indirekte Freistoß, wo sie auf 2-0 stellen können. Dann ist das Spiel natürlich ein anderes.
00:53Absolut, aber ich versuche mich immer so sehr, sehr stark an Dingen zu orientieren, die du selbst beeinflusst hast.
00:58Also eine Torchance vergeben oder eine Konterschance vergeben aufgrund eines guten Pressings. Das sind so Dinge, über die ich mich sehr ärgere.
01:04Das war ja ein Geschenk. Also es hat ja nichts mit uns zu tun gehabt, dass es da Freistoß gab.
01:07Jetzt muss ich fairerweise sagen, ich weiß nicht, wie es anderen Kollegen geht.
01:10So einen indirekten Freistoß im Strafraum habe ich noch nicht so oft trainiert.
01:13Hätten wir besser getan, dann wäre das ein leichtes Tor gewesen. Insofern war das so ein bisschen Slapstick und ärgerlich.
01:18Sie sprachen nach dem Köln-Spiel davon, dass so ein bisschen Energie fehlte.
01:22Heute war wieder wahnsinnig viel da, auch durch das Publikum natürlich.
01:25Wie sehr trägt das jetzt in die nächsten Spiele rein?
01:27Na ja, hier an der Hafenstraße und dann mit diesen Grundvoraussetzungen gegen den Tabellenersten vorausverkauft im Haus,
01:33ist ein bisschen anders als vielleicht vor weniger Zuschauern so mitten in der Woche.
01:37Das muss ich akzeptieren.
01:38Mir wäre sehr lieb gewesen, wir hätten in Viktoria gewonnen und heute verloren und umgekehrt, weil am besten Punkt mehr.
01:43Insofern, ja, glaube ich, hat die Mannschaft heute ein starkes Spiel gemacht.
01:48Wirklich Hut ab vor der Truppe.
01:49Trotz alledem werden wir wahrscheinlich in der Tabelle uns nicht so extrem bewegt haben.
01:53Das ist der fahrende Beigeschmack, weil es eigentlich ein tolles Ergebnis ist.
01:56Danke, Uwe.